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Länder- und Reise-Infos Chile

 
       
 
 
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Geographie
 
 

Chile-Karte

 

Wegen der großen Vielfalt an spektakulären Landschaften hat sich das Gebiet Chiles auch schon als “geografia loca” (verrückten Geographie) einen Namen gemacht. Durch seine lange Nord-Süd-Ausdehnung (über 4.000 km) sind die verschiedensten Naturlandschaften und klimatischen Verhältnisse von der Atacama (eine der trockensten Wüsten der Erde), über unzählige oft noch aktive Vulkane, das Bergsteigerparadies der Anden, unberührtem Regenwald in Patagonien, zerklüftete Fjorde an der Pazifikküste, bis zu den patagonischen Eisfeldern vertreten.

Im Westen wird Chile durch den Pazifischen Ozean eingerahmt, im Osten durch die Anden und im Norden durch Bolivien und Peru. Innerhalb von nur 200 km kann man in Chile vom Meeresspiegel im Westen aus bis auf 6.000 m Höhe im Osten ansteigen. Außerdem gehören die Osterinseln, die Insel Juan Fernández und die Hälfte des Feuerlands zu Chile.

Die Haupstadt Chiles, Santiago hat ca. 5 Millionen Einwohner.

Die Jahreszeiten in Chile liegen den europäischen entgegengesetzt.

 
       
 
Geschichte
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Schon lange bevor die Spanier im 16. Jahrhundert Chile eroberten lebten dort die unterschiedlichsten indianischen Völker, die vor allem von Mais, Kartoffeln, Fisch und ihren Lama- und Alpacaherden lebten. Santiago de Chile, die heutige Hauptstadt wurde am 12. Februar 1541 von dem spanischen Eroberer Pedro de Valdivia gegründet. El Dorado, die legendäre Stadt aus Gold, war das erklärte Ziel der ersten Entdecker aus Europa. Dafür schufen sie ein soziales System, das die Indianer für sie in den Minen arbeiten und ausbeuten ließ. Die meisten Ureinwohner fielen jedoch nicht den schlechten Arbeitsbedingungen zum Opfer, sondern den importierten Krankheiten aus Europa, denen ihr Immunsystem nicht gewachsen war. In den Jahren 1808-1810 begannen die Unabhängigkeitsbestrebungen vieler in Amerika geborener Spanier, sogenannten Criollos. Diese hatten bereits eine eigene Mentaliät und Unabhängigkeit entwickelt, dazu kam, daß Spanien hohe Steuern verlangte, die sie nicht mehr länger zu zahlen bereit waren. Entscheidend war auch, daß sich die Unabhägigkeitskämpfe in ganz Südamerika gleichzeitig ausbreiteten, so gelang es ihnen gemeinsam die Spanier bis zum Jahre 1820 zu vertreiben. Obwohl die damalige chilenische Republik nur einen Bruchteil des heutigen Territoriums groß war, gelang es der Regierung schnell die Lage zu stabilisieren, was Landwirtschaft, Industrie und Handel blühen ließ. Die Bevölkerungsstrukturen änderten sich jedoch noch bis 1960 wenig und das Land war weiterhin in der Hand von wenigen Großgrundbesitzern, die gegen Arbeit die Landbevölkerung auf ihrem Grund leben ließen. Ende des 19. Jahrhunderts siegte Chile im Krieg gegen Peru und Bolivien und gewann so große Landstriche im Norden hinzu. Im Oktober 1970 kam Salvador Allende an die Macht. Er brachte viele private Firmen unter Staatsherrschaft wie z.B. Minen, Banken und Versicherungen und veränderte massiv die Einkommensverteilung, um das Land aus der Rezession zu führen. Diese Reformen führten jedoch nur zu kurzen Verbesserungen, da Unternehmer und Großgrundbesitzer um ihren Besitz fürchteten und das politische Lager spalteten. Schon 1973 kam es zum Militärputsch aus dem General Augusto Pinochet Ugarte als Sieger hervorging. Wieviele Menschen während und nach dem Militärputsch ums Leben kamen ist bis heute leider nicht gänzlich geklärt. Hunderttausende gingen ins Exil. Die Militär Junta regierte Chile durch Unterdrückung, Folter und Mord bis 1989. Politische Parteien arbeiteten öffentlich erst wieder seit 1987 und gewannen die Wahlen 1989. Particio Aylwin führte das Land zurück zum demokratischen System der Präsidialrepublik. Ihren Nationalfeiertag feiert die República de Chile am 18. September, dem Unabhängigkeitstag.

 
       
 
Wirtschaft
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Chilenische FlaggeChile hat eine freie Marktwirtschaft, die durch einen hohen Prozentsatz an Export geprägt ist. Dadurch gehört es zu den führenden Industrienationen sowie zu den größten Rohstoffproduzenten Lateinamerikas. Kupfer, Rohöl und Gas zählen neben Fisch, Wein und der Schafzucht zu den Hauptindustrien in Chile, deren wichtigste Handelspartner die USA, Japan, Deutschland und Grossbritannien sind.

 
       
 
Bevölkerung
 
  Chile hat ca. 15 Mio. Einwohner, 95 % davon sind europäischer Herkunft und Mestizen und
5 % sind Indianer.
 
     
 
Flora und Fauna
 
  Die große Vielfalt von Pflanzen und Tieren wird in Chile durch die weitflächigen Nationalparks geschützt. Zu den auffälligsten Tierarten zählen die Vicuñas, wildlebende Verwandte der Alpaka, Guanacos, wildlebende Verwandte der Lamas, Pumas, Chinchillas, Flamingos, Pelikane, Pinguine, Otter und Seelöwen. Zu den Raritäten in der Pflanzenwelt gehören Araucarien, Zypressen und die seltenen Alerce-Bäume, die den großen Redwood-Bäumen in Kalifornien ähnlich sind.  
     
 
Religion
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  Die offizielle Religion ist der Katholizismus, dem etwa 89 % der Bevölkerung angehören. Daneben gibt es noch 10 % Protestanten und indianische Naturreligionen.  
     
 
Sprache
 
  Die Amtssprache in Chile ist Spanisch, es werden aber auch noch einige Indianersprachen, wie Aymara, Mapuche und Rapa Nui gesprochen. Einige Spanisch Grundkenntnisse sind sehr hilfreich, da Englisch- und Deutschkenntnisse außerhalb von touristischen Zentren nur wenig verbreitet sind.  
     
 
Wie ist das Wetter in Chile?
 
  Das Klima Chiles ist so verschieden wie seine Landschaften. Der Norden ist einerseits von Dürre und andererseits von gemäßigtem Klima geprägt, während Mittelchile ein mediterranes Klima genießt. Die Gegend um Santiago de Chile wartet im Sommer mit Temperaturen um 30°C auf. Patagonien und Feuerland hingegen werden von Wind, Regen und Schnee heimgesucht, wobei die Durchschnittstemperaturen im Sommer bei 11°C liegen. Die sehr unterschiedlichen Landschaften Chiles machen das Land das ganze Jahr über sehenswert. Für Santiago und Mittelchile sind jedoch die Monate September-November und Februar-April besonders zu empfehlen, von Mai-August ist hier Regenzeit, und die Temperaturen liegen bei durchschnittlich 10°C. Die beste Reisenzeit für den Torres del Paine Nationalpark und die Seenregion ist zwischen Dezember und März.  
     
 
Welche Reisedokumente benötige ich?
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  Für die Einreise genügt ein bei der Ankunft noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepaß. Am Flughafen bekommt ihr dann eine Touristenkarte (Tarjeta de Turismo), mit der ihr bis zu 90 Tagen im Land bleiben könnt. Diese muß jedoch bei der Ausreise zurückgegeben werden! Empfehlenswert ist es immer, Kopien der Reisedokumente mitzunehmen und getrennt aufzubewahren. Im Fall des Verlustes erleichtert dies die Ausstellung neuer Dokumente enorm.  
     
 
Geld/Währung
 
  Offizielle Landeswährung ist der Peso. Mit Kreditkarten oder EC-Karten kann man in den Städten bequem Geld am Geldautomaten abheben, in abgelegeneren Gegenden ist es jedoch sinnvoll auch etwas Bargeld bei sich zu haben. US-Dollar werden hier fast überall getauscht. Ein Trinkgeld von 10 % ist üblich. Das allgemeine Preisniveau entspricht in etwa dem Deutschlands, wobei die größeren Städte teurer sind als die ländlichen Gegenden.  
     
 

Strom

 
  220 V Wechselstrom; aufgrund der oft unterschiedlichen Steckvorrichtungen empfielt sich die Mitnahme eines Multiadapters.  
     
 
Essen & Trinken
 
  Natürlich sind Fisch und Meeresfrüchte ein wichtiger Bestandteil der chilenischen Küche. Besonders im Süden kommen Liebhaber von fangfrischem Lachs, Austern, Muscheln und Krebsen voll auf ihre Kosten. Aber auch die Empanadas (fritierte Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen) werden euch auf der Reise kulinarisch begleiten. Zu einem guten chilenischen Essen dürfen die weltbekannten chilenischen Weine auf keinen Fall fehlen.  
     
 
Medizinische Hinweise/Impfungen
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Medizinische Hinweise und Informationen zu den empfohlenen Impfungen erhaltet Ihr beispielsweise auf der Website des Centrums für Reisemedizin (CRM).

 
     
 
Krankenversicherung
 
  Eine Auslandskrankenversicherung, die einen Rücktransport einschließt, ist sehr zu empfehlen.  
     
 
Sicherheit
 
  Chile gilt als eines der sichersten südamerikanischen Reiseländer. Man kann sich eigentlich überall genauso unbeschwert bewegen wie zuhause. Zudem gibt es in Chile keine gefährlichen Krankheiten oder Tiere.  
     
 
Koffer packen!
 
  Bitte beachtet, dass es auch in der Wüste (z.B. Hochplateau El Tatio bei San Pedro de Atacama) nachts empfindlich kalt wird. Die gilt natürlich auch für die Anden, und den Süden. Neben leichter Sommerkleidung sind ein warmer Pullover, eine wasserdichte Allwetterjacke, warme Socken und Handschuhe im Gepäck wichtig.  
     
 
Adressen
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  Botschaften & Konsulate:  
 

In Deutschland:
Botschaft der Republik Chile
Mohrenstr. 42
10117 Berlin
Tel.: (0 30) 7 26 20 35
Fax.: (0 30) 7 26 20 36 03

General- und Honorarkonsulate auch in Bremen, Frankfurt/M., Hamburg, Kiel, München und Stuttgart.

In Österreich:
Botschaft der Republik Chile
Lugeck 1/III/10
1010 Wien
Tel: (01) 5 12 92 08
Fax.: (01) 5 12 92 08 33

In der Schweiz:
Botschaft der Republik Chile
Eigerplatz 5
3007 Bern
Tel: (0 31) 3 71 07 45
Fax.: (0 31) 3 72 00 25

 
     
  Auswärtiges Amt: zum Seitenanfang
 

In Deutschland:
Auswärtiges Amt
Bürgerservice
Referat 040
11013 Berlin
Tel: (0 30) 50 00-0
http://www.auswaertiges-amt.de

In Österreich:
http://www.bmaa.gv.at

In der Schweiz:
http://www.eda.admin.ch

 
     
  Deutsche Botschaft in Chile:  
  Embajada de la República Federal de Alemania
Las Hualtatas 5677
Casilla 220
Correo 30
Vitacura
Santiago de Chile
Tel.: +56 / 2 / 4 63 25 00
Fax.: +56 / 2 / 4 63 25 25
 
     

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